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Die Geschichte des Vitamin C

Jahrhundertelang versuchten Forscher, die Ursache für die berüchtigte Mangelkrankheit Skorbut zu finden. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts gelang Ihnen dies mit der Entdeckung des Vitamin C. Merck gehörte zu den Pionieren der Vitamin-C-Forschung und war maßgeblich an der erfolgreichen industriellen Herstellung der Ascorbinsäure beteiligt. Nur wenige Monate später bot Merck die ersten Vitamin-C-Tabletten an.

Hier infomieren wir Sie über die Entdeckung des Vitamin C und die traditionsreiche Geschichte der Marke Cebion®.

 

Geißel der Menschheit

Seefahrer beobachten, dass die gefürchtete Seefahrerkrankheit Skorbut - auch als "Geißel der Menschheit" bezeichnet - durch Verabreichung von Frischgemüse und Früchten verhindert bzw. gemindert werden kann.

   
 

Mit Zitronensaft gegen Skorbut

Der österreichische Militärarzt Kramer publiziert eine wirksame Behandlung gegen Skorbut: "Man nehme Citronen-Safft und mache eine Limonadi".

 
 

Klinische Tests

Der britische Schiffsarzt James Lind berichtet in Edinburgh über die ersten klinischen Tests zur therapeutischen Wirksamkeit von Orangen- und Limonensaft über Apfelwein, Essig und verdünnte Schwefelsäure bis hin zu Seewasser.

 
 

Auszeichnung für Skorbut-Verhütung


Der britische Forschungsreisende James Cook wird für seine Verdienste um die Verhütung des Skorbut ausgezeichnet.

 
 

Skorbut-Symptome auch bei Tieren

Die Wissenschaftler Holst und Fröhlich in Oslo stellen fest, dass nicht nur Menschen, sondern auch Meerschweinchen an Skorbut erkranken können: Sie füttern Labortiere einseitig und erkennen typische Skorbut-Symptome.

 
 

Geburtsstunde des Begriffs "Vitamin"

Casimir Funk erschafft den Begriff "Vitamin" aus den Bestandteilen Vita (= Leben) und Amin (= stickstoffhaltig) da er irrtümlicherweise davon ausgeht, alle Vitamine seien Stickstoffverbindungen.

 
 

Das Vitamin C erhält seinen Namen

Der antiskorbutische Faktor erhält die Bezeichnung Vitamin C.

 
 

A-Scorbinsäure wird wissenschaftliche Bezeichnung

Der Wissenschaftler Szent-Györgyi isoliert 500 g Vitamin C aus Paprikaschoten. Die späteren Nobelpreisträger Szent-Györgyi und Haworth nennen Vitamin C "A-scorbinsäure", um damit auf den engen Zusammenhang des Vitamins mit Skorbut und auf die heilende Wirkung dieses "antiscorbutischen Faktors" hinzuweisen.

Merck forscht zur Vitamin-C-Synthese

Merck beteiligt sich aktiv an der Vitamin-C-Forschung. Das Ziel ist, Ascorbinsäure chemisch herzustellen. Auf diese Weise wäre der Weg gebahnt in die industrielle Produktion von Vitamin-C-Präparaten mit therapeutischem Nutzen.

Gleichzeitig Gewinnung aus Gemüse und Früchten

Parallel zu den intensiven Forschungsarbeiten zur Ascorbinsäure-Synthese wird weiter an der Isolierung von natürlichem Vitamin C gearbeitet. Im Frühjahr 1932 versucht Merck, aus einheimischen Pflanzen - Weißkohl, Hagebutten, Johannisbeeren, Wirsingkohl oder Kohlrüben - Vitamin C zu isolieren. Ab Ende desselben Jahres werden Orangen verarbeitet, was sich aufgrund des zu geringen Vitamin-C-Gehaltes in gelagerten Orangen jedoch als unrentabel erweist.

 
 

Der Code ist entschlüsselt

Im Sommer 1933 wird die Struktur von Vitamin C aufgeklärt.


Natürliche Vitamin-C-Gewinnung bei Merck

Am 8. Juli wird Cebion® als Warenzeichen angemeldet. Noch im selben Sommer legt Merck ein Gladiolenfeld an, um Vitamin C aus den Blättern zu gewinnen. Die Gesamtausbeute an natürlichem Vitamin C beträgt 12 kg.

Geschafft: Die synthehtische Gewinnung von Vitamin C

Es ist vollbracht: Reichstein und seinem Kollegen Grüssner gelingt die Synthese von Ascorbinsäure auf der Grundlage von Traubenzucker (D-Glucose). Damit ist der Weg für die industrielle Herstellung von Vitamin C geebnet. Noch heute basiert die Produktion auf diesem Verfahren.

Merck stellt erstes Vitamin-C-Präparat her

Schon Anfang September 1933 werden von Merck die ersten Vitamin-C-Tabletten mit 0,01 g Ascorbinsäuregehalt hergestellt und erste Proben an Klinikärzte zur Prüfung abgegeben.

 
 

Merck veranstaltet Vitamin-C-Konferenz

Am 14. April findet bei Merck eine Vitamin-C-Konferenz mit bekannten Vitaminforschern statt.

Vitamin C von Merck mit Geschichte

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde das Vitamin-C-Produktsortiment von Merck kontinuierlich erweitert. Heute steht es in einer Vielzahl von Darreichungsformen zur Verfügung.

 
 

Originalpackungen von Cebion® Merck ca. 1938


Cebion®-Lösung:
Ampullen zu 0,05 g
Ampullen zu 0,1 g
Ampullen zu 0,5 g
Cebion®-Tabletten
zu 0,05 g



Cebion®-Tabletten
zu 0,05 g
 
 

Originalpackungen von Cebion® Merck ca. 1960



Cebion® 1 g Brausetabletten
10 Stück DM 4,75
 
 

Kein Schnupfen mehr dank Vitamin C

Der Chemie- und Friedensnobelpreisträger Linus Pauling veröffentlicht, dass er keinen Schnupfen mehr bekommen hat, seit er täglich mehrere Gramm Vitamin C zu sich nimmt.

 
 

Diskussion über weitere vorbeugende und heilende Wirkung

In den folgenden Jahren entwickelt sich in der Wissenschaft und den Medien eine Diskussion über weitere Eigenschaften von Vitamin C.

 
 

Intensive Vitamin-C-Forschung

Seit Anfang der 90er Jahre wird intensiv auf dem Gebiet der Vitamin-C-Therapie geforscht. Allein in der bedeutendsten medizinischen Datenbank, der Medline, erscheinen seit 1990 weit mehr als 4.000 Arbeiten, die sich schwerpunktmäßig mit Vitamin C beschäftigen.

 
 

Merck veranstaltet Vitamin-C-Konferenz

Merck veranstaltet in Monte Carlo eine Vitamin-C-Konferenz mit wissenschaftlicher Auswertung der vorliegenden Studien über die Wirkungen von Vitamin C.

 

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