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Wann besteht erhöhter Vitamin-C-Bedarf?

Ernährung, Stress und Lebensumstände können zu einem erhöhten Vitamin-C-Bedarf führen

Sobald der Tagesbedarfs an Vitamin C durch die normale Ernährung nicht gedeckt wird, sollte dem Körper zusätzliches Vitamin C zugeführt werden. Dabei hängt die Höhe des Tagesbedarfes von zahlreichen Faktoren wie Alter, Lebensumständen und Krankheitssymptomen ab. Höhere Tagesdosen sind beispielsweise bei akuten Infektionskrankheiten, dauerhaftem Stress und Leistungssport erforderlich. Hier erfahren Sie, wie viel Vitamin C Ihr Körper im Normalfall braucht und welche Faktoren einen erhöhten Bedarf auslösen können.

Der Vitamin-C-Bedarf

Zufuhrempfehlungen sind vor dem Hintergrund sich ständig weiterentwickelnder wissenschaftlicher Erkenntnisse zu sehen. Noch 1991 empfahl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Erwachsenen und Jugendlichen eine Tageszufuhr von 75 mg, im Jahr 2000 wurde dieser Wert erhöht. Nach Angaben der DGE wird dadurch ein Ascorbinsäurespiegel im Blutplasma erzeugt, der das Risiko verschiedener chronischer Krankheiten deutlich verringert. Aktuell wird Erwachsenen und Jugendlichen eine regelmäßige Tageszufuhr von 100 mg Vitamin C empfohlen. Dieser Bedarf kann jedoch in vielen Situationen deutlich ansteigen.

Wenn unser Körper besondere Aufgaben erfüllen muss oder starken Beanspruchungen ausgesetzt ist, benötigt er mehr Vitamin C als im Normalzustand.

Mögliche Situationen, in denen ein erhöhter Vitamin-C-Bedarf auftreten kann:


Bei Infektionskrankheiten - vor allem Erkältungen

Vitamin C regt die Abwehrtätigkeit der weißen Blutkörperchen gegen Krankheitserreger an und verbessert deren Beweglichkeit in Richtung des Infektionsherdes. Außerdem fördert Vitamin C die Produktion von Antikörpern, die für die Abwehr wichtig sind. So benötigt unser Abwehrsystem vor allem in der nasskalten Jahreszeit zusätzliches Vitamin C, um uns gegen Erkältungen zu schützen.

Bei Fehl- und Mangelernährung

Einseitige Essgewohnheiten, Fertigprodukte, extreme Diäten und Fast Food können neben einer mangelnden Versorgung mit anderen essentiellen Nährstoffen auch zu einer Unterversorgung mit Vitamin C führen. Allerdings kann auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse nur bei richtigem Einkauf, angemessener Lagerung und schonender Zubereitung die Vitamin-C-Versorgung sichern.

Bei dauerhaftem Stress

Stress ist typisch für unsere modernen Lebensgewohnheiten. Steht der Körper unter Stress, werden vermehrt die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Zur Bildung der Streßhormone benötigt der Körper Vitamin C. Durch die gebildeten Hormone kann der Körper die Streßsituation besser bewältigen.

Beim Sport und bei körperlicher Arbeit

Sportler und Menschen, die regelmäßig schwere körperliche Arbeit ausüben, haben einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu gehört auch Vitamin C, das unsere Körperzellen vor freien Radikalen schützt, die durch oxidativen Stress infolge z.B. starker Muskelarbeit entstehen.

Bei extremen Umwelteinflüssen

Durch äußere Einflüsse, wie z.B. UV- und Röntgenstrahlung, Smog und andere Umweltbelastungen, oder bei besonders beanspruchenden Stoffwechselprozessen, entstehen im Körper sogenannte freie Radikale, die gesunde Körperzellen schädigen. Um diesen freien Radikalen entgegenzuwirken und Zellen und Gefäße gesund zu erhalten, braucht unser Körper Vitamin C, ein wichtiges Antioxidans.

Im Alter

Menschen ab dem 65. Lebensjahr haben häufig einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf. Weiterhin können verschiedene Faktoren die Ursache für einen gesteigerten Vitamin-C-Tagesbedarf sein:

  • Erkrankungen und die damit verbundene Einnahme von Medikamenten können zu einer reduzierten Vitamin-C-Aufnahme führen.
  • geringer Verzehr von Obst und/oder Gemüse
  • lange Kochzeiten, bei denen Vitamine verloren gehen

In der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Frauen müssen nicht nur sich selbst mit Vitamin C versorgen, sondern auch ihr Kind. Stillende Mütter geben Vitamin C mit der Muttermilch ans Baby ab. Bei einer Milchmenge von 750 ml pro Tag sind das rund 50 mg. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren eine tägliche Vitamin-C-Zufuhr von 110 mg und Stillenden von etwa 150 mg.

Beim Rauchen

Raucher haben einen niedrigeren Vitamin-C-Plasmaspiegel als Nichtraucher. Sie nehmen etwa 10 % weniger Vitamin C auf, haben aber bei mehr als 20 Zigaretten pro Tag einen um rund 40 % erhöhten Bedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Rauchern mindestens 150 mg Vitamin C pro Tag.

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