Die Bestimmung von Vitamingehalten in der Nahrung ist nicht einfach. Bei Obst und Gemüse sind die Unterschiede je nach Sorte, Bodenbeschaffenheit, Düngung, Erntezeit, Klima, Transport und Lagerung sehr groß. Und auch bei Fleisch schwankt der Vitamingehalt abhängig von der Jahreszeit sowie dem Alter und Futter des Tieres. Außerdem verändern sich Vitaminanteile durch Lagerung und Zubereitung der Nahrungsmittel wesentlich. Unsere Ernährungstipps und die Ernährungstabelle zeigen Ihnen, wie Sie sich dennoch eine hohe Vitamin-C-Zufuhr sichern können.
5 Portionen pro Tag: Frisches Obst und Gemüse sind die wichtigsten Ressourcen für die Vitamin-C-Aufnahme. Optimal sind mehrere Portionen über den Tag verteilt.
Besonders reich an Vitamin C: Orangen, schwarze Johannisbeeren, Kiwi und Papaya sowie Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl und Paprika. Am besten aus dem eigenen Garten oder direkt vom Bauern. Tiefgefrorenes Gemüse enthält mehr Vitamin C als Konservengemüse.
Lagerung kurz, kühl, dunkel: Bei längerer Lagerung geht Vitamin C verloren. Bewahren Sie beispielsweise Kopfsalat zwei Tage lang bei Raumtemperatur auf, reduziert sich sein Vitamin-C-Gehalt um mindestens die Hälfte.
Kochen zerstört das hitzeempfindliche Vitamin C: Wählen Sie schonende Garmethoden mit wenig Hitze wie Dämpfen oder Dünsten. Bereiten sie das Gemüse erst unmittelbar vor dem Kochen zu, denn Licht und Sauerstoff sind ebenfalls schädlich.
Auch Fleisch enthält Vitamin C: Rinder- oder Schweineleber enthalten etwa ebenso viel Vitamin C wie Tomaten und immerhin halb so viel wie Orangen - nämlich rund 25 mg/100 g.
Aufgepasst bei Nikotin und Alkohol: Nicht nur Rauchen, sondern auch Alkoholgenuß erhöht den Vitamin-C-Verbrauch und beeinträchtigt den Stoffwechsel. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum von mehr als einem Glas Wein am Tag, ergibt sich ein Mehrbedarf von bis zu 200 mg Vitamin C pro Tag.
Hier finden Sie eine Übersicht über den Vitamin-C-Gehalt einiger Lebensmittel:
| Lebensmittel | mg pro 100 g |
| Acerola (Westindische Kirsche) | 1700 |
| Apfelsinen (Orangen) | 50 |
| Broccoli | 114 |
| Brombeeren | 17 |
| Erdbeeren, frisch | 64 |
| Feigen, frisch | 3 |
| Fruchtjoghurt, teilentrahmt | 2 |
| Hagebutten | 1250 |
| Heidelbeeren | 22 |
| Himbeeren, frisch | 25 |
| Johannisbeeren, schwarz | 177 |
| Müsli-Riegel | 3 |
| Nektarinen | 35 |
| Obstcocktail, Konserve | 5 |
| Orangensaft, frisch gepresst | 51 |
| Paprika, rot, frisch | 140 |
| Rosenkohl, frisch | 114 |
| Rosinen | 1 |
| Zitrone, Saft | 53 |
| Zucker-/Honigmelone | 30 |
| Quelle: Positivlisten Lebensmittel Hrsg.: Peter Hoffmann, Verlag Hoffmann und Hoffmann, Frankfurt 1995 | |
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